Gesunde Autonomie

Verein zur Förderung einer gesunden Autonomieentwicklung von Menschen e.V.

Partnerschaft bei sexuell traumatisierten Frauen

Auf  eine frühe Traumatisierung - das Trauma der Identität und das Trauma der Liebe - folgt oft auch noch eine Traumatisierung der Sexualität. Wir begegnen dann in der Begleitung eines Menschen in seiner Traumabiographie häufig der Trauma-Trias: Nicht gewollt-nicht geliebt- nicht geschützt.  Der Grundstein für die Entwicklung eines abhängigen Beziehungsmusters wird in der frühen Bindungstraumatisierung gelegt, wird aber durch eine sexuelle Traumatisierung noch verstärkt. In der Arbeit mit Klientinnen habe ich häufig sehen können, wenn sie sexuell  traumatisiert sind, neigen sie auch dazu, sich bestimmte Partner zu suchen. Es wird dann mehr oder weniger offensichtlich etwas in der Beziehung reinszeniert, was diese Frau in der ursprünglichen sexuellen Traumatisierung erfahren hat. Geht solch eine Beziehung zu Ende und hat keine Traumabearbeitung stattgefunden, gestaltet sich eine nächste Partnerschaftsbeziehung oft wieder ähnlich, trotz der negativen  Erfahrungen der vorherigen Beziehung. So stolpern viele Frauen von einer schwierigen Beziehung in die nächste.  Der Schlüssel, um eine gesündere  Partnerschaftsbeziehung zu leben,  liegt in der Bearbeitung des eigenen Opferseins. Wenn das eigene Opfersein klar und spürbar geworden ist, kann die entstandene Opferidentität aufgelöst werden und es besteht weniger Blindheit gegenüber möglichen Tätern.

In meinem Workshop möchte ich zu Beginn auf das abhängige Beziehungsmuster ein Stück weit näher eingehen und im Anschluss soll es die Möglichkeit geben,eine  Anliegenarbeit zu machen.

 

Meike Hansen, Musiktherapeutin (Musiktherapiestudium Wien 1999-2003), Lebens-und Sozialberaterin, Weiterbildung in IoPT bei Franz Ruppert (2013). Berufliche Tätigkeit im klinischen Bereich und in freier Praxis in Wien. Veröffentlichung: Resonanzerfahrungen in der Musiktherapie unter dem Blickwinkel identitätsorientierter Psychotraumatherapie, Musiktherapeutische Umschau 2018, Bd. 4.

www.musiktherapie-hansen.at 
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