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Gesunde Autonomie

Verein zur Förderung einer gesunden Autonomieentwicklung von Menschen e.V.

Trauriger Abschied

Doris Brombach ist am 25. Januar 2014 gestorben. Mit ihr verlieren wir eine äußerst einfühlsame und liebevolle Kollegin, die sich viele Jahre mit großem Einsatz für die Erforschung und die Praxis der Aufstellungsarbeit auf der Grundlage von Bindung und Trauma engagiert hat.
Sie gehörte zu den Gründungsmitgliedern unseres Vereins. In jüngster Zeit hat sich Doris verstärkt der Aufstellungsarbeit mit Kindern und den vorgeburtlichen Traumata gewidmet.

Unser tiefes Mitgefühl gilt ihrem Mann Alexander und den Kindern von Doris.

Doris wir vermissen Dich!

Franz Ruppert, 1. Vorsitzender                                                           Birgit Assel, 2. Vorsitzende

 

 

doris_brombach

Doris Brombach, geboren 1950 ist am 25.01.2014 unerwartet verstorben.
Sie war verheiratet mit Alexander Brombach, hatte 3 Kinder und 8 Enkelkinder aus 1. Ehe.
Seit 2002 lag der Schwerpunkt ihrer Arbeit in der Mehrgenerationalen Psychotraumatologie
nach Prof. Franz Ruppert und dem "Aufstellen des Anliegens" 3jährige Zusatzausbildung bei Mark Fox in "True Voice"
seit 2008 spezialisierte sie sich auf pränatale Traumata

"Auch aus Steinen,
die einem in den Weg gelegt werden,
kann man Schönes bauen."

Johann Wolfgang von Goethe

 Kondolenz :  www.praxis-brombach.de

 

 

Das Leben in der Gebärmutter

In den letzten Jahren haben sich meine Sitzungen, ob in der Gruppe oder in Einzelsitzungen in ihrer Tiefe stark verändert. Erfahrungen die schon während der Zeit in der Gebärmutter gemacht werden, die durchaus traumatisch sein können, wie z.B. bei versuchten Abtreibungen und starker Ablehnung gegenüber dem  Kindes, wollen  gesehen werden.

Die Erfahrungen die ein pränatales Kind in den 9 Monaten  in der Gebärmutter macht, sind prägend für sein späteres Leben und bestimmen unbewusst sein Verhalten, zu sich selbst und zu anderen. Meinen Beobachtungen nach entscheidet sich hier schon, wie der Mensch später mit Nähe und Distanz umgehen kann.

Die neuesten Erkenntnisse aus der Hirnforschung bestätigen das, was in den Aufstellungen immer mehr sichtbar wird. Wir sind von Anfang an bewusst wahrnehmende und fühlende Wesen. Das bedeutet, dass wir das, was wir in der Gebärmutter vorfinden und was wir von der Mutter empfangen, als etwas erkennen, was sich als Wahrheit in unserem Gehirn und in jeder Körperzelle festsetzt. Es wird dann zu etwas eigenem. Wer wir selber sind, entzieht sich unserem Bewusstsein.

Wird  eine traumatisierte Frau schwanger, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass ihr Kind ihre  nicht erlösten traumatisierten Gefühle  übernimmt. Das Ziel des Kindes ist zu wachsen und  sich zu binden. Eine traumatisierte Mutter hat es aber schwer sich wirklich und wahrhaftig zu binden. Angst, Trauer, Schmerz und Verzweiflung verhindern eine gesunde Bindung.   Das Kind geht dann mit der Mutter eine destruktive symbiotische Beziehung ein.

Traumatisierte Frauen haben oft zu ihrer Gebärmutter schon ein gespaltenes Verhältnis. Die Gebärmutter ist der Ausdruck der Weiblichkeit und somit auch der Mütterlichkeit. Viele Frauen sind in ihrer Wahrnehmung zu ihrer Weiblichkeit, durch eigene traumatische Erlebnisse  blockiert, doch es sollte uns nicht egal sein, was wir unseren Kindern mit auf den Weg  geben.
Die Methode der Aufstellung, mit Berücksichtigung der pränatalen Zeit, eignen  sich besonders gut, die Erinnerungen wieder aufleben zu lassen und zu erkennen und zu fühlen, was von den Gefühlen zu mir gehört und wo ich fremden folge.