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Gesunde Autonomie

Verein zur Förderung einer gesunden Autonomieentwicklung von Menschen e.V.

Cordula Schulte

Die Angst vor dem Mutter sein und ungewollte Kinderlosigkeit

Dass Frauen keine Kinder bekommen können oder sich dagegen entscheiden, wird in unserer Gesellschaft immer noch negativ bewertet. Zum „Funktionieren“ scheint es zu gehören, eine Familie zu haben, beruflich erfolgreich zu sein – und das am besten noch in einer glücklichen Beziehung. Diese Illusion von der „heilen Familie“ mit mindestens einem Kind wird in gesellschaftlich unterstützt, ohne dass sich Frauen fragen, was sie wirklich wollen, warum sie es wollen oder auch nicht.

Wenn sich eine Frau bewusst gegen das Muttersein entscheidet, werden oft Gründe hierfür genannt, die etwas mit sachlichen Erwägungen wie z.B. einer Karriereplanung zu tun haben. Selten und wenn erst sehr spät wird erkannt, dass sie durch Traumatisierungen Angst davor hat, eigene Kinder zu bekommen und diese ins Leben zu begleiten. Angst davor, sich auf die Gefühle, die Beziehung und die Bindung zu einem Kind einzulassen, weil sie selbst traumatische Erfahrungen in der frühen Kindheit oder bereits vorgeburtlich gemacht hat.

In meinem Workshop geht es auch um die Frage, was im Körper einer Frau passiert, wenn sie trotz eines großen Wunsches nach einem Kind nicht schwanger wird. Häufig gibt es keine medizinischen Erklärungen für die Kinderlosigkeit und eigentlich dürfte einer Schwangerschaft nichts im Wege stehen. In meiner Praxis habe ich mehrfach Frauen begleitet, die verzweifelt versucht haben, eine Schwangerschaft mit allen Möglichkeiten der Medizin herbeizuführen. Inzwischen gibt es Kinderwunsch-Zentren und vieles mehr und es wird vermittelt, dass alles machbar ist. Dass der Körper dieser Frau sowie ihre Psyche mit allen Mitteln dagegen steuern, wird außer Acht gelassen und nicht hinterfragt. Wenn wir uns mit Hilfe der Anliegen-Methode diesem Thema nähern, finden wir immer eine Traumatisierung in einer frühkindlichen Lebensphase.

In diesem Workshop werden wir auch sehen, inwieweit das Thema „Tod- und Fehlgeburten“ diesen Bereich berührt und wo es Überschneidungen gibt. Es wird nach einer theoretischen Einführung Gelegenheit für eine Anliegen-Aufstellung geben.

 

Cordula Schulte, geboren 1952, verheiratet, zwei Kinder, 2 Enkelkinder. Als Heilpraktikerin für Psychotherapie in eigener Praxis in Essen tätig (Einzel- und Gruppentherapie). Dozentin und Seminarleiterin (DPS). Seit 2009 Fortbildung und Supervision in Identitätsorientierter Psychotrauma-Therapie bei Prof. Franz Ruppert, Mitautorin „Frühes Trauma“. Praxis für Psychotherapie in Essen.

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