Gesunde Autonomie

Verein zur Förderung einer gesunden Autonomieentwicklung von Menschen e.V.

Webseite durchsuchen:

Beate Thiessen

Beate ThiessenWie Traumata den Darm krankmachen können

Aufgrund meiner eigenen Traumabiografie erkrankte ich mit Anfang 20 an Colitis ulcerosa, einer chronischen Darmentzündung. Es begann ein Leidensweg mit vielen Ärzten und Krankenhausaufenthalten. Zu der Zeit wusste ich nicht, dass ich durch Medikamenteneinnahme nur die Symptome bekämpfte, aber nicht nach der Ursache forschte. Später machte ich herkömmliche Psychotherapien und auch Familienaufstellungen. Durch diese Therapieformen wurde mein Körper gesund, aber meine Psyche rettete sich weiter in Überlebensstrategien. War ich zuvor überangepasst und versuchte es allen recht zu machen, wurde ich nun zur Einzelkämpferin, ließ keine Nähe zu, hatte Angst vor Abhängigkeiten.

Die Colitis ulcerosa ist eine chronische, d.h. langdauernde und lebensbegleitende, meist in Schüben verlaufende Erkrankung des Dickdarms. Sie verursacht Geschwüre in der inneren Schleimhaut-Schicht des Dickdarms. Diese Entzündung der Darmschleimhaut breitet sich am Mastdarm beginnend kontinuierlich unterschiedlich weit im Dickdarm aus. Typische Beschwerden bei der Colitis sind vor allem häufige, blutig schleimige Durchfälle, nicht selten Bauchschmerzen im linken Unterbauch, ständiger Stuhldrang, Fieber und allgemeine körperliche Schwäche.

Als erneut Symptome auftauchten, wurde ich auf Prof. Dr. Franz Ruppert und seine Traumatheorie und Therapie aufmerksam. Mit Hilfe der Anliegenmethode und der Identitätsorientierten Psychotraumatheorie und Therapie, wurde mir deutlich, dass meine körperliche Erkrankung schon im Mutterleib begann. Mit diesen neuen Erkenntnissen beruhigte sich mein Darm umgehend bis heute.

In diesem Workshop biete ich eine praktische Arbeit an, speziell für Menschen mit Darmerkrankungen.

 

Beate Thiessen, Heilpraktikerin für Psychotherapie, Weiterbildung in der Identitätsorientierten Psychotraumatheorie und Therapie nach Prof. Dr. Franz Ruppert im IGTV Betheln bei Birgit Assel.

www.beateclaussen.de 
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 

 

Catherine Xavier

Catherine XavierWenn der Körper im Gestern lebt

Traumatische Erinnerungen sind vor allem impliziter Natur. Diese impliziten Erinnerungen leben in Form von Körperempfindungen, Emotionen und Verhaltensweisen in uns fort, auch wenn die traumatische Situation längst vorüber ist. Vor allem frühkindliche Traumata können zu lang anhaltenden Stresszuständen und einem dauerhaft erhöhten Erregungsniveau führen. Wenn wir unter einer solchen globalen hohen Erregung stehen, haben wir eine sehr geringe Fähigkeit, Belastungen auszuhalten oder stehen ständig unter Anspannung. Wir sind äußeren Reizen gegenüber sehr empfindlich, oft besteht die innere Erregung aber auch ohne jeden ersichtlichen Reiz. Sie kann sich äußern in kaum merklichem Luftanhalten, Muskelanspannung oder in der Kontraktion von Organen. Besteht diese Dysregulation über Jahre kann das zu vielfältigen Symptomen führen.

Entsprechend der permanent hohen inneren Anspannung gestalten wir oft auch unser ‚äußeres‘ Leben: übermäßiges Arbeiten, Bewegungs- oder Beschäftigungssucht, nicht zur Ruhe kommen können, oder wenn, dann mit Hilfe von Alkohol, Drogen oder Medikamenten. Die eigentliche Ursache für den ‚Stress‘ haben wir längst ins Unbewusste verdrängt. Doch unser Körper erinnert sich. Unser Organismus ist im damaligen Traumaerleben steckengeblieben. Es fühlt sich an, als bestehe die traumatische Situation weiterhin. „Die Zeit heilt alle Wunden“ gilt nicht für Trauma. Dissoziierte traumatische Erfahrungen sind statisch und werden nicht anhand neuer Lebensumstände aktualisiert. So besteht die Vergangenheit in der Gegenwart fort und hindert uns daran, im Hier und Jetzt zu leben.

Durch die Methode des ‚Aufstellen des Anliegensatzes‘ bekommen wir Zugang zu unseren unbewussten und verdrängten Traumainhalten und können sie verarbeiten. Ziel ist die Wiederherstellung einer gesunden und assoziierten Persönlichkeit. Die Anliegenmethode soll im Workshop anhand eines praktischen Beispiels erfahrbar werden.


Workshopdokumente / Handouts herunterladen

 

Catherine Xavier, geboren 1974, Studium in Gießen und Berlin. Lebt seit 2001 in Berlin. Heilpraktikerin. Identitätsorientierte Psychotraumatherapie (Ausbildung 2013 bei Franz Ruppert) und Somatic Experiencing. Dozentin an der Paracelsus Schule Berlin. Praxis für Psychotraumatherapie in Berlin.

www.psychotraumatherapie-berlin.de 
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 

 

Harald Banzhaf

Harald Banzhaf

Trauma, Krankheit und Heilung

Ein Trauma zersplittert die Integrität von Körper und Psyche und unterbricht die für Gesundheit notwendige kohärente Körper-Geist-Verbindung. Es kommt auf unterschiedlichen Ebenen zu einer Desintegration von Spüren, Fühlen und Denken. Weder rein kognitives Erkennen noch emotionales Fühlen alleine reichen aus, um eine Integration dieser getrennten Bereiche wiederherzustellen.

Eine Traumaheilung kann nur gelingen, wenn die sogenannten viszeralen Empfindungen, also die stofflich gespeicherten Erfahrungen aus dem Bauch, dem Herzen und im Nacken uns signalisieren, dass die Bedrohung, dass der Albtraum vorbei ist und keine Gefahr mehr besteht.

Deshalb ist es notwendig, den Körper mit all seinen Narben und Wunden mit einzubeziehen, ihm zu erlauben, sich zu zeigen und auszudrücken und sich dadurch nach und nach von der Last und Bürde zu befreien, die er ein Leben lang getragen hat. Dadurch kann es schrittweise gelingen, dass unterschiedlichste körperliche Symptome nicht mehr benötigt werden und sich transformieren können in kraft- und lebensspendende Energie.


Workshopdokumente/ Handouts herunterladen
 

Dr. med. Harald Banzhaf, Facharzt für Allgemeinmedizin, Sport- und Präventivmedizin, Umwelt-, Betriebs-, Sozialmedizin, Naturheilkunde und Akupunktur, Manuelle Medizin, Applied Kinesiology, Arzt für moderne Mayr-Medizin. Seit 1996 Praxis für integrative Medizin und Leitung des Heilkundezentrums Zollernalb. Lehrbeauftragter an der Universität Tübingen. Seit 2007 zertifizierter MBSR-Lehrer. Seminare für Entwicklung und Heilung. Initiator des Projektes „achtsame Medizin“. 2-jähriges Train-the-Trainer Programm in Mindful Leadership an der Uni Witten-Herdecke. Seit 2011 identitätsorientierte Aufstellungsarbeit und Traumatherapie nach Prof. Dr. Ruppert, München mit regelmäßiger Weiterbildung und Intervision. Trainer für gesunde Führung in Unternehmen und im Gesundheitswesen. Co-Autor von „Meditieren heilt“ zusammen mit Prof. Dr. Stefan Schmidt und „Mein Körper, mein Trauma, mein Ich“ zusammen mit Prof. Dr. Franz Ruppert.

www.dr-banzhaf.de
www.heilkundezentrum-zollernalb.de
 
 

Diana Lucia Vasile

Diana L. Vasile

Mein Ich, mein Körper, mein Leben

Kürzlich habe ich mich über die Worte everybody, nobody, somebody, anybody gewundert. Sogar ein Nobody hat offenbar einen Körper. Bist du ein Körper oder hast du einen Körper? Fühlst du deinen Körper? Wann fühlst du dich wirklich lebendig? Was und wer gibt dir Energie? Vergleichst du dich mit anderen oder lebst du dein eigenes Leben?

Wer sich solche Fragen stellt, ist in meinem Workshop richtig. Er soll dir helfen, die Verbindung zwischen deiner eigenen Lebendigkeit und Dir selbst besser zu erkennen. Wenn du deine Vitalität vergrößern möchtest, vielleicht länger leben oder gesünder werden möchtest, musst du klarer über deine inneren Dynamiken werden, die Art wie du dich bewegst, deine Energie verausgabst oder sie sogar gegen die selbst wendest, ohne dass du das bemerkst.

Du kannst dir vergegenwärtigen, was dir zugestoßen oder dir angetan wurde, wenn du an die ersten Bewegungen in und mit deinem Körper denkst. Wir haben uns im Bauch unserer Mutter bewegt, seit wir 2 Monate alt waren. Daher beeinflussen frühe Traumata unsere Bewegungen, unsere Vitalität und unsere Gesundheit. Jeder von uns hat die Chance, sich mit der Hauptquelle unserer Lebensenergie wieder zu verbinden: mit unserem Körper.

 

Diana Lucia Vasile ist seit 17 Jahren Traumatherapeutin. In ihrer Doktorarbeit befasste sie sich mit familiären Traumata, Resilienz und posttraumatischem Wachstum. Sie ist Professorin und Ausbilderin und gibt Vorträge über das Potential von Menschen und wie Traumata Identität und Gesundheit beeinflussen. Diana ist Mitbegründerin des Instituts für die Erforschung und Behandlung von Traumata in Bukarest.

www.psihotrauma.ro 
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 

 

Verwendung von Cookies: Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.