Gesunde Autonomie

Verein zur Förderung einer gesunden Autonomieentwicklung von Menschen e.V.

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Detlev Blechner: „Ich und meine Geschwister“

Detlev Blechner

Workshop Sa01: Samstag, 22. Oktober 2016, 11:00 – 13:00 Uhr

Auch mit Geschwistern aufzuwachsen kann aufgrund verletzender Dynamiken die Identitätsentwicklung traumatisieren. Und leider werden die Geschwisterbeziehungen bei der Ursachenbetrachtung für Probleme oft vernachlässigt oder gar ausgeblendet. Weil Eltern ihre Traumata nicht aufarbeiten, sind sie im Zusammenleben mit ihren Kindern schnell überfordert. Anstatt liebevoll emotionale Nähe aufzubauen, versuchen sie zu „funktionieren“ und werden dadurch manchmal regelrecht gefährlich für ihre Kinder. Eine beliebte Entlastungsstrategie von Eltern ist, die Verantwortung an Geschwister als Aufpasser und Erzieher abzugeben. Die fehlenden elterlichen Rollen werden unter Geschwistern lieblos und meist brachial eingenommen. So werden Kinder nicht nur durch Mutter und Vater, sondern auch noch durch Schwester und Bruder traumatisiert.

Indem Kinder dieser Art von „Selbsterziehung“ überlassen werden, können sich destruktive Hierarchien und Konkurrenzen entwickeln, die in psychischer und physischer Gewalt ausarten können. Mit der einsetzenden Pubertät kommt es dann oft auch noch zu sexuellen Verwirrungen. 

Diese Dynamiken zwischen Geschwistern werden gern verklärt dargestellt, um die fehlende liebevolle Begleitung bei der Identitätsentwicklung ausblenden zu können. Dennoch nehmen diese meist ungeklärten Täter-Opfer-Dynamiken Einfluss auf unsere gegenwärtigen Liebesbeziehungen. In der Selbstbegegnung zeigen sich dann z.B. die Geschwister als eine Ursache der Traumarisierung in der Identitätsentwicklung. 

In diesem Workshop bietet sich Gelegenheit, dieses Thema anzugehen.

Detlev Blechner, geb. 1960, Diplom Sozialwissenschaftler, Vater einer Tochter. Er arbeitet als Therapeut und Coach sowie als Dozent an Universitäten, Hochschulen und Studieninstituten.

Praxis in 30451 Hannover
www.detlev-blechner.de
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+49 170 2864764
 
 

Ellen Kersten: „Sexuelles Trauma und die Folgen für den Körper“

Ellen Kersten

Workshop Sa02: Samstag, 22.10.2016, 11:00 Uhr – 13:00 Uhr

Wenn ein Kind keinen liebevollen wärmenden Kontakt mit seiner Mutter erfährt, fällt es in eine bodenlose Einsamkeit. Es hungert nach Kontakt und Liebe. In seiner Verzweiflung und Verlorenheit klammert es sich an jede Aufmerksamkeit, die ihm zuteil wird. Es kann in seiner Not nicht mehr unterscheiden: Wer meint es gut mit mir, und wer tut mir Gewalt an? So kann es auch Opfer sexueller Grenzüberschreitungen werden.

Bewusste Erinnerungen sind oft tief verschüttet und verdrängt. Sexueller Missbrauch geht einher mit extremen Gefühlen von Angst, Ohnmacht, Hilflosigkeit, Scham und Ekel. Der Körper erstarrt, die unaushaltbaren Gefühle werden eingefroren, der Kontakt zum eigenen Körper muss abgebrochen werden, er wird fortan als fremd erlebt. Körperlichkeit und eigene sexuelle Bedürfnisse werden abgelehnt und unbewusst bekämpft. Selbstverletzungen, Essstörungen, Süchte sowie eine blockierte oder destruktive Sexualität sind häufige Folgen, ebenso körperliche Erkrankungen wie Blasenentzündungen, Pilzinfektionen, Myome, Tumore, Hauterkrankungen, Migräne, Autoimmunkrankheiten. 

In der „Selbstbegegnung mit dem Anliegensatz“ kommen wir verdrängten Erfahrungen und Gefühlen auf die Spur. Schritt für Schritt erforschen wir das, was uns an einem freien Leben hindert. Der Kontakt zu unserem Ich und unserer Identität stehen hierbei im Mittelpunkt. Es wird möglich, wieder im eigenen Körper zu wohnen und sich wohl zu fühlen. Lebendig, kraft- und lustvoll. 

Ellen Kersten, geb. 1969 in Tschechien, seit 1979 in Deutschland. Erstberuf Bankkauffrau, zwei Kinder, seit 1995 Heilpraktikerin in eigener Praxis, Schwerpunkte: Identitätsorientierte Psychotraumatherapie nach Prof. Franz Ruppert in Gruppen und Einzelarbeit sowie Klassische Homöopathie.

Praxis in 61348 Bad Homburg
www.naturheilpraxis-kersten.de
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+49 6172 9235995
 
 

Magriet Wentink und Wim Wassink: „Auf der Flucht – vor wem?“

Magriet und Wim

Workshop Sa03, 22. Oktober 2016, 11:00 – 13:00 Uhr

Weltweit sind mehr als 60 Mio. Menschen auf der Flucht, viele von ihnen unter entsetzlichen Bedingungen. Wir haben diese Tatsache lange Zeit von uns ferngehalten – bis wir im vergangenen Jahr auf Lesbos waren und erlebt haben, wie ein Boot nach dem anderen angekommen ist. Fast 30.000 Menschen in zwei Tagen! Es hat uns geschockt. Wir sahen, wie kleine Fischerdörfer seit vier Jahren private Initiativen entwickelt hatten, um eine Antwort auf die humanitäre Katastrophe zu finden, die sich buchstäblich vor ihrem Hause abspielt. Der Einfallsreichtum und die Bereitschaft, Lösungen zu finden, hat uns tief beeindruckt. 

Wir konnten die Frage nicht länger ignorieren: Was hat das mit mir zu tun? Wer bin ich im Bezug auf Vertriebene? Wie beziehe ich mich auf diese Tatsache, dass so viele Menschen in ferne Länder ziehen und alles zurücklassen? Was wird in mir durch den großen Zustrom von Flüchtlingen gespiegelt? Welche Gefühle hat das in mir geweckt, die ich kaum kannte? 

Kollektive Fragen wie die Flucht von großen Menschengruppen appellieren an jeden von uns. Es stellt sich die Frage: Vor wem oder was bin ich auf der Flucht? An wen oder was wende ich mich, und wovor nehme ich Zuflucht? Wer bin Ich in diesem Kräftefeld? Wo lösen Menschen auf der Flucht in mir unbearbeitete Täter-Opfer-Dynamiken aus? Welche Rolle spielen die Themen „fliehen“, „vertrieben werden“, „alles zurücklassen“ in meiner persönlichen oder familiären Geschichte, in meinem Land, meiner Nation, meinem Kontinent? Welche Ängste und Überlebens-Anteile lösen sie in mir aus?

In diesem Workshop werden wir in einer kurzen Einführung auf diese Fragen eingehen und sie in die Theorie und Methode der loPT einordnen. Wir wählen den interaktiven Prozess, in dem jeder die Möglichkeit der Selbsterfahrung und Selbsterforschung bekommt. Ebenso wird es Gelegenheit zu einer Selbstbegegnung geben, ebenso Gelegenheit Fragen zu stellen. Nicht, weil wir sie beantworten können, aber weil wir mit Hilfe der Methode Klarheit und Bewusstsein schaffen können. 

Margriet Wentink, geb. 1963. Ausbildung in NLP und Hypnotherapie, Kindertherapie und Kunstgeschichte. Fortbildung und Supervision bei Franz Ruppert seit 2005. Mit-Autorin des Buches: „Frühes Trauma“. Zwei Bücher über mehrgenerationale Traumata in den Niederlanden. 

Wim Wassink, geb. 1944. Ausbildung in Heilpädagogik, Individualpsychologie und NLP. Supervision bei Franz Ruppert. 

Margriet und Wim sind seit 1996 in ihrem eigenen Zentrum für Mehrgenerationale Psychotraumatologie, Interakt in Tiel (NL) tätig, seit 2006 arbeiten sie mit der Methode von Franz Ruppert und haben sie in den Niederlanden eingeführt. Zusammen haben sie mehrere Bücher von Franz Ruppert ins Niederländische übersetzt. Sie bieten Einzeltherapie, Gruppenseminare und Fortbildungen in den Niederlanden, Belgien und Deutschland an. 

Praxis in Deutschland, Belgien und in den Niederlanden 
www.interaktiel.nl
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+31 344617111
 
 

Bettina Schmalnauer: „Mein Ich in meiner Familie“

Bettina Schmalnauer

Workshop Sa04: Samstag, 22.10.2016, 11:00 Uhr – 13:00 Uhr

Viele stehen vor der Herausforderung, Beruf, Familie und Partnerschaft unter „einen Hut“ zu bekommen. Oft sind unsere Eltern dabei nicht das beste Vorbild. Das Wissen – „So will ich es nicht!“ – reicht nicht. Das Gegenteil unserer Eltern zu leben ist meist ein ebenso großer Irrtum. 

Für andere Menschen sind die Mutter oder der Vater DAS Vorbild – „Ich will genauso werden wie sie!“ – was vielleicht schön klingt, aber bei genauer Betrachtung nichts Eigenes enthält. Viele merken, dass in der Beziehung zu den eigenen Kindern etwas nicht passt. „Wie sonst?“, ist hier die Frage. Das Gleiche gilt für die Partnerschaft. Die Beziehung meiner Eltern will ich nicht, oder auch – „Da war alles wunderbar, warum gelingt mir das nicht?“ Interessant ist die Frage: „Ist das, was ich lebe, eine Rolle? Lebe ich das, was ich will, oder was von mir erwartet wird?“ Ein wichtiger Punkt ist auch, wie viel von meinem Beruf trage ich in meine Familie hinein. Bin ich präsent oder geistig noch bei der Arbeit? Um etwas verändern zu können, braucht es das ehrliche Hinschauen und Hinfühlen meiner Liebesbeziehung von Geburt an zu Mutter und Vater. Was habe ich bekommen, was nicht? Was wiederhole ich, was kompensiere ich? Um jetzt für mich, für meine Kinder und meine Partnerschaft gut sorgen zu können, braucht es ein gesundes, erwachsenes Ich. Kann ich für mich gut sorgen, gelingt mir eine gesunde Beziehung zu mir und somit auch eine Familie im Jetzt?

Mit Hilfe des „Erforschen des Anliegensatzes“ kann beides gelingen. Heute als erwachsene Person kann ich für mich Entscheidungen treffen, mich umorientieren und gut für mich sorgen. So kann es gelingen, zu leben, was ich will und wie ich will.

Bettina Schmalnauer, geb. 1970, in zweiter Ehe verheiratet, drei Töchter. 2011 Fortbildung bei Prof. Ruppert, seither laufend bei ihm in der Praxis und in seinen Seminaren. Selbständig in eigener Praxis seit 2008 mit BodyTalk, Lebensberatung, Coaching, Arbeit nach Franz Ruppert in Einzelbegleitung und Gruppen. 

Praxis in 4800 Regau, Österreich 
www.schmalnauer.eu
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+43 664 1461381
 
 

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